In der heutigen digitalen Welt, in der künstliche Intelligenz zunehmend in den Schreibprozess integriert wird, stehen viele Autoren vor der Herausforderung, ihre Arbeit von AI-generiertem Text zu unterscheiden. Trotz der Vorteile, die AI-Tools wie ChatGPT bieten, kann es frustrierend sein, wenn selbstgeschriebene Texte als von einer Maschine erstellt gekennzeichnet werden. Dies geschieht häufig aufgrund bestimmter Schreibgewohnheiten, die von der AI übernommen werden und dadurch das Werk des Autors in den Verdacht bringen, AI-generiert zu sein.
Eine der auffälligsten Gewohnheiten, die Texte wie von ChatGPT klingen lassen, ist der übermäßige Gebrauch bestimmter Wörter. Verschiedene AI-Modelle neigen dazu, eine spezifische Wortwahl zu wiederholen, die als charakteristisch für maschinenverfasste Texte gilt. Wörter wie «tapestry», «delve» oder «pivotal» waren typisch für frühere Versionen von GPT-4. Solche sprachlichen Eigenheiten ändern sich mit den Modellen, aber sie sind eine der Hauptursachen für die Markierung eines Textes als AI-generiert. Autoren sollten daher darauf achten, ihre Wortwahl zu variieren und nicht zu sehr auf bestimmte Begriffe zu setzen.
Ein weiteres Merkmal ist die sogenannte «Dreierregel», bei der Informationen in Dreiergruppen präsentiert werden. Dies kann in Form von drei Adjektiven, Substantiven oder kurzen Sätzen geschehen. Diese Struktur wirkt auf den ersten Blick überzeugend, wird jedoch schnell als typisch für AI-generierte Texte erkannt. Anstatt diese Struktur mechanisch zu verwenden, sollten Autoren versuchen, ihre Argumente flexibler zu gestalten und die Anzahl der Punkte zu variieren.
Auch der Gebrauch von «Nicht nur X, sondern auch Y» ist ein typisches Stilmittel, das von AI-Texten bekannt ist. Diese Struktur dient oftmals dazu, Aussagen zu betonen, fügt jedoch selten wesentlichen Inhalt hinzu. Autoren sollten hier vorsichtig sein und solche Formulierungen sparsam verwenden, um nicht in die AI-Falle zu tappen.
Ein subtilerer Hinweis auf AI-generiertes Schreiben ist der Ersatz von einfachen Verben wie «ist» und «sind» durch komplexere Ausdrücke wie «dient als» oder «zeichnet sich aus durch». Diese Praxis mag zunächst eindrucksvoll erscheinen, kann jedoch schnell überladen wirken und den Lesefluss stören. Einfachheit und Klarheit sollten hier die oberste Priorität sein.
Schließlich neigen AI-Modelle dazu, Fakten mit einem analytischen Satzteil zu versehen, bevor der Leser die Möglichkeit hat, selbst eine Schlussfolgerung zu ziehen. Dies geschieht oft durch den Einsatz von Partizipialkonstruktionen, die den Lesefluss unterbrechen und die Eigenständigkeit des Lesers einschränken. Um dies zu vermeiden, sollten Autoren ihren Lesern die Freiheit lassen, eigene Schlüsse zu ziehen, anstatt alles vorwegzunehmen.
Obwohl keine dieser Schreibgewohnheiten exklusiv von AI erfunden wurde, hat die weitverbreitete Verwendung von AI-Tools sie in den Vordergrund gerückt. Autoren müssen sich dieser Gewohnheiten bewusst sein und sie gezielt vermeiden, um ihre Arbeit authentisch und menschlich wirken zu lassen. In einer Zeit, in der AI-Detektoren immer häufiger eingesetzt werden, ist es umso wichtiger, seinen eigenen Schreibstil zu pflegen und sich von maschinellen Mustern abzuheben.