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Paralympischer Biathlet gewinnt Silber dank ChatGPT-Unterstützung: «Ein Psychologe, Trainer und Arzt»

Ukrainischer Biathlet nutzt ChatGPT als Trainer und Psychologe, um bei den Paralympics Silber zu gewinnen.
Paralympischer Biathlet gewinnt Silber dank ChatGPT-Unterstützung: "Ein Psychologe, Trainer und Arzt"

Der ukrainische Biathlet Maksym Murashkovskyi hat bei den Winter-Paralympics 2026 in Mailand-Cortina mit dem Gewinn einer Silbermedaille auf sich aufmerksam gemacht. Dabei überraschte er mit der Aussage, dass ein künstlich intelligenter Chatbot, ChatGPT, einen wesentlichen Teil seines Trainingsprogramms ausmachte. Murashkovskyi, der in der Klasse NS3 für Sportler mit der geringsten Sehbehinderung antritt, sieht in der Technologie ein revolutionäres Werkzeug, das ihm als Psychologe, Trainer und teilweise sogar als Arzt diente.

Im Einzelwettbewerb der sehbehinderten Männer belegte der 25-jährige Murashkovskyi den zweiten Platz mit einer Zeit von 33:41,1 Minuten. Er lag damit etwas mehr als zwei Minuten hinter dem chinesischen Goldmedaillengewinner Dang Hesong und zehn Sekunden vor seinem Landsmann Dmytro Suiarko, der die Bronzemedaille gewann.

Murashkovskyi schilderte, wie er in den letzten sechs Monaten intensiv mit ChatGPT trainierte, um seine Leistung zu steigern. „Es war nicht nur Taktik, sondern die Hälfte meines Trainingsplans, meiner Motivation und so weiter. Es war ein großer Teil meines gesamten Trainings“, erklärte er. Der Biathlet lobte die KI-Technologie auch für ihren Beitrag zu seinen Erfolgen bei der Para-Biathlon-Weltmeisterschaft im Januar, wo er mehrere Medaillen, darunter auch Gold, gewann.

Auf die Frage, ob künstliche Intelligenz in Zukunft Trainer, Psychologen und Ärzte ersetzen könnte, zeigte sich Murashkovskyi pragmatisch. Er glaubt, dass dies nicht vollständig in den nächsten fünf bis zehn Jahren geschehen wird, aber dass KI einen Teil dieser Rolle übernehmen könnte.

Im Para-Biathlon sind für Athleten der Klassen NS2 und NS3 Begleitläufer optional, während sie für NS1-Athleten mit nahezu vollständiger oder vollständiger Sehbehinderung obligatorisch sind. Im Schießabschnitt verwenden die sehbehinderten Biathleten elektronische Gewehre und akustische Signale, deren Intensität anzeigt, wie nah sie am Ziel sind.

Murashkovskyis Erfolg ist ein Beispiel dafür, wie künstliche Intelligenz im Sport eingesetzt werden kann, um Athleten bei ihrer Leistung zu unterstützen. Auch in anderen Sportarten finden sich ähnliche Entwicklungen. So berichtete Laura Harvey, Trainerin des Frauenteams Seattle Reign in der National Women’s Soccer League, dass sie ChatGPT genutzt habe, um ihre Taktiken in der Saison 2025 zu inspirieren. Das Team erreichte die Play-offs als viertplatzierte Mannschaft, schied jedoch im Viertelfinale gegen die Orlando Pride aus.

Diese Entwicklungen zeigen, dass künstliche Intelligenz im Sport zunehmend an Bedeutung gewinnt. Sie wird nicht nur als innovatives Werkzeug zur Leistungssteigerung wahrgenommen, sondern auch als potenzielles Hilfsmittel zur Unterstützung von Trainern, Sportpsychologen und medizinischem Fachpersonal. Auch wenn der vollständige Ersatz menschlicher Betreuungspersonen noch in weiter Ferne liegt, eröffnet die Technologie spannende Perspektiven für den Einsatz im Leistungssport.

Der Fall von Maksym Murashkovskyi verdeutlicht, wie Athleten künstliche Intelligenz in ihr Trainingsregime integrieren und daraus Vorteile ziehen können. Die Zukunft des Sports könnte durch den zunehmenden Einsatz solcher Technologien nachhaltig verändert werden. Athleten wie Murashkovskyi zeigen, dass die Kombination aus menschlicher Expertise und technologischer Unterstützung zu beeindruckenden Ergebnissen führen kann.