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So verhindern Sie, dass KI-Unternehmen Ihre Daten für Trainingszwecke nutzen

Nutzer haben oft keine Kontrolle über die Verwendung ihrer Daten für KI-Training, da Plattformen standardmäßig auf Daten zugreifen und Meta US-Nutzern keine Opt-out-Möglichkeit bietet.

In der heutigen digitalen Landschaft spielt der Umgang mit persönlichen Daten eine entscheidende Rolle, insbesondere im Hinblick auf die Nutzung durch Künstliche Intelligenz (KI). Viele der führenden KI-Modelle, darunter ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot und Grok, verwenden standardmäßig Nutzerdaten, um ihre Modelle zu trainieren. Dies geschieht oft ohne das aktive Einverständnis der Nutzer, es sei denn, sie entscheiden sich explizit dagegen.

Die Möglichkeit, der Datennutzung für KI-Training zu widersprechen, ist jedoch nicht universell gegeben. Ein bemerkenswertes Beispiel ist Meta, das US-amerikanischen Nutzern keine Möglichkeit bietet, sich gegen die Verwendung ihrer Daten für Training und Werbung zu entscheiden. Seit Dezember letzten Jahres werden Text- und Sprachunterhaltungen mit Meta AI auch für Werbezwecke genutzt, ohne dass die Nutzer dies ablehnen können. In der Europäischen Union und im Vereinigten Königreich hingegen genießen Nutzer stärkeren Schutz durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die es ihnen erlaubt, der Verwendung ihrer Daten zu widersprechen.

Bei OpenAI, dem Unternehmen hinter ChatGPT, ist die Option zum Abwählen unter „Einstellungen“ und dann „Datenkontrollen“ zu finden. Standardmäßig sind alle persönlichen Nutzerkonten für die Datennutzung aktiviert. Ein Abwählen dieser Option gilt für das gesamte Konto, sowohl im Web als auch mobil, ohne die Nutzungserfahrung im Alltag zu beeinträchtigen. Besondere Erwähnung verdient die Funktion „Temporäre Chats“, die für sensible Gespräche genutzt werden kann. Diese werden nicht für das Training verwendet und nach 30 Tagen gelöscht.

Anthropic, das Unternehmen hinter Claude, hat im letzten Jahr seine Nutzungsbedingungen geändert und den Nutzern eine Frist bis Ende September gesetzt, um der Datennutzung zuzustimmen oder sie abzulehnen. Entscheidet man sich gegen die Datennutzung, werden zukünftige Unterhaltungen nicht mehr für das Training verwendet, jedoch bleiben bereits gesammelte Daten weiterhin im System.

Google hat kürzlich die Kontrolle über die Datennutzung für sein Modell Gemini umbenannt in „Aktivität behalten“, und auch hier ist die Nutzung standardmäßig aktiviert. Bei Aktivierung können Gespräche verwendet werden, um Googles Modelle zu verbessern, und ein Teil dieser Chats wird von menschlichen Prüfern eingesehen. Das Abschalten dieser Funktion beendet die Nutzung der Daten für das Training, jedoch werden die Daten noch 72 Stunden gespeichert, um den Service aufrechtzuerhalten.

Microsoft bietet mit seinem Copilot-Dienst zwei separate Einstellungen zur Kontrolle der Datennutzung: „Training auf Gesprächsaktivität“ und „Training auf Sprachunterhaltungen“. Während die erste Option standardmäßig aktiviert ist, bleibt die zweite deaktiviert. Ein Abwählen verhindert die künftige Nutzung der Daten für Trainingszwecke, hindert Microsoft jedoch nicht daran, die Daten für Werbung oder allgemeine Produktverbesserungen zu verwenden.

X, ehemals bekannt als Twitter, hat alle Konten standardmäßig für das Grok-Training registriert, was sowohl öffentliche Beiträge als auch private Unterhaltungen mit SpaceXAI’s Chatbot umfasst. Nutzer können dieser Datennutzung über die Einstellungen widersprechen, indem sie die entsprechende Option deaktivieren.

Die Frage, inwieweit Nutzer die Kontrolle über ihre persönlichen Daten behalten, bleibt ein zentrales Thema in der Debatte um KI und Datenschutz. Während einige Plattformen Optionen bieten, um sich gegen die Nutzung ihrer Daten zu entscheiden, bleibt der Erfolg dieser Maßnahmen oft begrenzt, insbesondere in Regionen ohne strenge Datenschutzgesetze. Nutzer sind daher gut beraten, sich regelmäßig über die Datenschutzpraktiken der von ihnen genutzten Dienste zu informieren und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Privatsphäre zu schützen.