Die Familie des verstorbenen Rockstars Ozzy Osbourne plant, sein Vermächtnis auf eine neue, innovative Weise zu bewahren. Ein Jahr nach seinem Tod im Alter von 75 Jahren soll Osbourne als KI-gestütztes Hologramm wieder zum Leben erweckt werden. Diese außergewöhnliche Idee wird von seiner Witwe Sharon und seinem Sohn Jack Osbourne vorangetrieben, die mit dem Unternehmen Hyperreal zusammenarbeiten. Hyperreal hat bereits digitale Abbilder von prominenten Persönlichkeiten wie dem Marvel-Comic-Legenden Stan Lee geschaffen.
Trotz der Skepsis einiger Fans verteidigen Sharon und Jack Osbourne das Projekt in ihrer Podcast-Serie «The Osbournes». Sie betonen, dass es sich nicht um ein einfaches Hologramm oder eine Gesichtserkennung handelt, wie es manche Kritiker behaupten. Jack Osbourne erklärte, dass der digitale Ozzy keine Informationen erfinden wird, sondern lediglich Fakten nutzt, die über das Leben des Rockstars bekannt sind. «Es ist eine geschlossene KI, die nicht mit dem Internet verbunden ist. Wir bauen eine Datenbank aus Informationen, die mein Vater entweder selbst geäußert hat oder die korrekt über ihn geschrieben wurden», erläuterte Jack.
Dieses Projekt spiegelt auch Ozzy Osbournes eigene Besorgnis über sein Erbe wider. Sharon Osbourne erinnerte sich daran, wie ihr Ehemann oft fragte, wie lange er nach seinem Tod wohl in Erinnerung bleiben würde. Die Möglichkeit, den Rocker als digitale Figur zu erleben, könnte auch dazu beitragen, diese Frage zu beantworten.
Der Einsatz von Technologie, um verstorbene Stars wieder zum Leben zu erwecken, ist nicht neu. Beispiele wie das Hologramm von Whitney Houston, das in Europa und Las Vegas für Furore sorgte, oder die digitale Darstellung von ABBA, bei der die Bandmitglieder selbst an der Erstellung beteiligt waren, zeigen die vielfältigen Möglichkeiten, die moderne Technik bietet. Die Mitglieder von ABBA trugen spezielle Anzüge, um ihre Bewegungen aufzuzeichnen und so die digitale Version ihrer selbst aus dem Jahr 1979 zu erschaffen.
Der genaue Einsatz der digitalen Nachbildung von Ozzy Osbourne ist noch unklar. Es könnte jedoch ähnlich wie bei dem digitalen Stan Lee von Hyperreal ablaufen, der in einem sogenannten «Proto Luma»-Gerät gezeigt wird. Dieses Gerät ermöglicht eine interaktive Erfahrung mit hochauflösenden Bildern und Ton, sodass Nutzer das Gefühl haben, sich im selben Raum wie das Hologramm zu befinden.
Während einige Fans dem Vorhaben kritisch gegenüberstehen und meinen, dass Ozzy Osbourne keine digitale Repräsentation benötigt, um in Erinnerung zu bleiben, sieht seine Familie das Projekt als eine Möglichkeit, sein Erbe zu bewahren und neuen Generationen zugänglich zu machen. Auf einer Messe in Las Vegas äußerte Sharon Osbourne den Wunsch, dass Ozzy ähnlich wie Elvis Presley, der auch Jahrzehnte nach seinem Tod noch bekannt ist, in Erinnerung bleiben solle.
Zusätzlich zu diesem Projekt plant die Familie Osbourne auch einen Biopic über den Rockstar, der 2028 veröffentlicht werden soll. Jack Osbourne betont, dass die digitale Version seines Vaters weltweit Menschen die Möglichkeit geben wird, mit ihm zu interagieren und so einen lebendigen Eindruck seines Lebens und seiner Persönlichkeit zu gewinnen.
Die Idee, Ozzy Osbourne als digitales Hologramm zu erleben, mag für einige befremdlich wirken, doch für seine Familie ist es eine Möglichkeit, das Lebenswerk des Rockstars auf neue und innovative Weise zu würdigen und zu bewahren.